Hof/Lichtenberg - "Ach, lassen Sie mich damit bloß in Ruhe!" Die Frau im Tante-Emma-Laden winkt ab und dreht sich um. "Wenn Sie ein Interview machen wollen, können Sie gleich wieder gehen", sagt auch die Verkäuferin und zeigt zur Tür. In Lichtenberg ist man auf neugierige Journalisten nicht sonderlich gut zu sprechen. Das Verschwinden der neunjährigen Peggy jährt sich in diesem Jahr zum zehnten Mal und noch immer ist die kleine Stadt im Frankenwald nicht zur Ruhe gekommen. Wer sich auf die Fährte des vermissten Mädchens begibt, der tritt in ein Minenfeld aus Argwohn und Misstrauen.