Die Freien Wähler haben auf ihrer Winterklausur in Bischofswiesen andere Akzente gesetzt als der Koalitionspartner CSU. So äußerte sich Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger skeptisch zu den von Ministerpräsident Markus Söder (CSU) forcierten Plänen zur Einführung einer „Hymnenpflicht“ bei Abschlussfeiern an bayerischen Schulen. „Auch wir wünschen uns mehr Bezug zu Identität und Heimat, aber von oben das Absingen von Hymnen an Schulen zu verordnen, das könnte den Bogen doch überspannen“, sagte Aiwanger. Unter Schülern könne dieser Zwang eher zu einer Trotzreaktion führen, indem sie das Mitsingen bewusst verweigerten. „Da drohen Machtkämpfe zwischen Schulleitungen und Schülern und zwischen dem Staat und den Schulen, die es nicht braucht“, betonte Aiwanger. Der pädagogischere Weg sei, Menschen davon zu überzeugen, „dass sie Dinge gerne tun“. Söder wünscht sich die Pflicht bereits zum Ende dieses Schuljahres. Eine entsprechende Verordnung müsste Kultusministerin Anna Stolz (Freie Wähler) erlassen.