Mit dem Spagat zwischen künstlerischem Anspruch und kassenfüllender Unterhaltung haben Theatermacher seit jeher ihre Mühe. Wenn obendrein der Rotstift Regie führt, wird die Spielplankonzeption vollends zur Quadratur des Kreises. Coburgs neuer Intendant Neil Barry Moss hat rasch klar gemacht, wie er diese Herausforderung meistern möchte: Der Theaterbetrieb soll effizienter werden, das Programm populärer. Andeutungen seiner Reformpläne und vor allem die Reduzierung der zehnköpfigen Ballett-Compagnie auf acht Stellen, gegen die das Tanzensemble um Ballettchef Mark McClain protestierte, sorgten für Irritationen in- und außerhalb des Haues. Am Freitag informierte die Theaterleitung deshalb die Mitarbeitenden über das neue Konzept, das die personellen und finanziellen Ressourcen besser ausschöpfen soll.