Landgericht Bamberg Drogendealer müssen ins Gefängnis

Am Donnerstag fiel das Urteil im Prozess gegen ein Trio von Drogendealern. Die Angeklagten hatten im Landkreis Haßberge Kiloweise Amphetamine verkaufen wollen, wurden von verdeckten Ermittlern jedoch dabei ertappt. Foto: dpa/Sonja Wurtscheid

Nach einem geplatzten Drogendeal in wird ein hessisches Trio zu Freiheitsstrafen verurteilt. Die Hauptangeklagte wird in eine Entziehungsanstalt eingewiesen.

Bamberg/Ebelsbach - Gegen ein Trio aus Hessen, das am 7. Oktober vergangenen Jahres an einem vermeintlichen Rauschgiftgeschäft auf dem Parkplatz eines Ebelsbacher Einkaufsmarktes beteiligt war, fiel am Mittwoch am Landgericht Bamberg das Urteil. Die Hauptangeklagte, eine 24-jährige Studentin, wurde wegen des unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge in drei Fällen zu einer Freiheitsstrafe von vier Jahren und vier Monaten verurteilt. Gleichzeitig ordnete das Gericht die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an, sowie die Einziehung von Wertersatz in Höhe von 2400 Euro – Geld, das sie aus ihren Rauschgiftgeschäften zurückzahlen muss.

Der 21-jährige Drogenkurier, der die sieben Kilogramm Amphetamin aus dem Raum Hanau nach Ebelsbach fuhr, erhielt wegen Beihilfe zum unerlaubten Handeln mit Betäubungsmitteln in nicht geringer Menge und unerlaubtem Besitz von Betäubungsmitteln in geringer Menge eine Freiheitsstrafe von drei Jahren. Das Gericht ordnete für ihn die Einziehung von Wertersatz in Höhe von 400 Euro an. Der damalige Freund der Hauptangeklagten soll Verkaufsorte zuvor überprüft und die Geschäfte abgesichert haben. Das Landgericht verurteilte den 24-Jährigen daher ebenfalls wegen Beihilfe zu einer Bewährungsstrafe von einem Jahr und elf Monaten. Wie berichtet, wollte die damals 23-jährige Studentin im Oktober letzten Jahres an eine Frau sieben Kilogramm Amphetamin „Speed“) für 12 600 Euro verkaufen. Das Rauschgift hatte sie zuvor für 8500 Euro eingekauft. Was die junge Frau nicht wusste: bei der Käuferin handelte es sich nicht um eine Kundin, sondern um eine sogenannte „NoeP“ – eine nicht offen ermittelnde Polizeibeamtin. Die übergab der 23-Jährigen das Geld und übernahm anschließend das Amphetamin, das in einer Sporttasche verpackt war. Danach klickten die Handschellen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

 

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