Wegen des brutalen Angriffs auf den Liebhaber seiner Frau ist ein 63-Jähriger aus dem Landkreis Coburg zu einer Freiheitsstrafe von elf Jahren verurteilt worden, wegen versuchten Mordes. Die Strafkammer als Schwurgericht am Landgericht Coburg kam am Dienstag zu dem Schluss, dass der Familienvater sein Opfer vorsätzlich töten wollte. Es war das juristische Ende eines Eifersuchtsdramas. Als er „völlig unerwartet“ erfahren habe, dass sich seine Frau mit einem anderen Mann trifft, habe er diesem Chat-Nachrichten geschickt, so der 63-Jährige. Er gab zu, dass er dem Nebenbuhler gedroht habe, ihn umzubringen. Nach einigem Hin und Her sei er aber davon ausgegangen, dass die Beziehung beendet sei. Erneut sei er vor den Kopf gestoßen worden, als er von einem weiteren Treffen zwischen seiner Frau und dem anderen Mann gehört habe. Wutentbrannt sei er am 22. Februar zum Treffpunkt an der Gaststätte Beckenhaus in Niederfüllbach gefahren und habe den Nebenbuhler angegriffen, gab der Angeklagte zu.