Die eigentliche Anklage spielte am dritten Verhandlungstag am Landgericht Coburg eher eine untergeordnete Rolle. Der zuletzt wohnungslose Beschuldigte hatte bereits im Vorfeld gestanden, im vergangenen Juli ein Lagerfeuer in Burgkunstadt im Landkreis Lichtenfels geschürt zu haben. Bei dem Brand in einem Pavillon einer Gaststätte entstand ein Sachschaden von rund 16000 Euro (die NP berichtete). Im Fokus stand am Donnerstag daher eher die Debatte, ob der 66-Jährige eventuell für eine Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung in Frage kommt. Letztendlich verurteilte Richter Klaus Halves den gebrechlichen Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und zehn Monaten und ordnete die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt an.
Landgericht Coburg Urteil als letzte Chance
Lukas Schäfer 02.02.2023 - 17:15 Uhr