Landkreis Coburg 50 Vögel an Geflügelpest gestorben

Erst wurde das H5H1-Virus bei Wildvögeln nachgewiesen, nun ist ein Betrieb mit 50 Hühnern, Gänsen und Enten im Coburger Land betroffen.

Die Geflügelpest hat jetzt auch einen Betrieb im Landkreis Coburg getroffen. Foto: picture alliance/dpa/Christian Charisius

Erst waren die Wildvögel unter anderem am Goldbergsee betroffen, nun hat die Geflügelpest ein Gehege im Landkreis Coburg heimgesucht. Wie das Landratsamt Coburg am Donnerstagnachmittag, 21. November 2024, mitteilt, sind beim jüngsten Fall des Ausbruchs des H5H1-Virus bei Vögeln 50 Tiere ums Lebens gekommen. Der betroffene Hof befindet sich in der Gemeinde Itzgrund, wird am späteren Nachmittag bekannt.

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„Die Gänse, Enten und Hühner der aktuell betroffenen Tierhaltung sind innerhalb kürzester Zeit gänzlich der Erkrankung erlegen, einzelne Vögel mussten notgetötet werden“, heißt es aus der Presseabteilung des Landratsamts. Bei dem Betrieb handle es sich um eine Tierhaltung von bis zu 50 in Gefangenschaft gehaltenen Vögeln – daher wird aufgrund der geringen Größe nach EU-Richtlinien kein Sperrgebiet eingerichtet, heißt es weiter.

Besondere Vorsicht in Gewässernähe

Dennoch seien „erhöhte Biosicherheitsmaßnahmen in Bestandshaltungen zwingend sicherzustellen“, heißt es in der Pressemitteilung. „Halter mit einer Betriebsgröße bis einschließlich 1000 Tieren haben seitdem eine ganze Reihe an Maßnahmen umzusetzen. Unter anderem dürfen Ställe oder sonstige Standorte der Tiere nur noch mit betriebseigener Schutzkleidung oder Einwegschutzkleidung betreten werden. Reinigungs- und Desinfektionseinrichtungen sind entsprechend vorzuhalten und anzuwenden.“

Besondere Vorsicht empfiehlt das Veterinäramt Geflügelhaltungen in der Nähe von Gewässern: In solchen Fällen sollen Halter auf wildvogelsichere Volierenhaltung oder Aufstallungen zurückgreifen, um die Tiere zu schützen.

Bezüglich des Fundes von verendetem Wassergeflügel wie Wildenten, Wildgänse oder Schwäne sowie größere Wildvögel wie Möwen oder Reiher, gilt weiterhin die Bitte an die Bürgerinnen und Bürger, diese dem Landratsamt Coburg, Fachbereich Veterinärwesen (Telefon: 09561/514-3303) oder der Polizei zu melden.

Tote Tiere sollten auf keinen Fall berührt werden. Der Kontakt von Hunden mit toten Vögeln sollte ebenfalls unbedingt verhindert werden. Schuhe sollten nach dem Spaziergang gereinigt werden.

Die Fütterung von Wildwasservögeln ist weiterhin nicht erlaubt.

Am späten Mittwochnachmittag hat auch der Landkreis Haßberge auf die Meldungen aus Coburg reagiert. Die Pressestelle des Landratsamts fordert Geflügelhalter, vor allem am Main, an der Itz und an Seen, auf, Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen, dass sich die Geflügelpest nicht weiter ausbreite. „Wenn auch bis dato noch kein Fall von Geflügelpest im Landkreis Haßberge bekannt geworden ist, so ist dennoch nicht auszuschließen, dass das Virus bereits unbemerkt im Landkreis grassiert“, heißt es aus dem Landratsamt in Haßfurt.