Landkreis Haßberge Wachsende Zahl von Lyme-Borreliose- und FSME-Fällen

Die Anzahl der durch Zecken übertragbare Krankheiten steigt in Bayern weiter an. Das sind die Tipps des Haßfurter Landratsamtes.

Für den Landkreis Haßberge sind im Jahr 2025 bisher 34 Borreliose- und drei FSME-Fälle gemeldet worden Foto: picture alliance/dpa

– Die Zahl der durch Zecken übertragenen Krankheiten in Bayern steigt weiterhin an. Besonders die Lyme-Borreliose verzeichnet einen Anstieg der gemeldeten Fälle im Vergleich zum Vorjahr. Auch die Zahl der FSME-Fälle bleibt auf hohem Niveau. Im Rahmen einer Pressemitteilung möchte das Landratsamt Haßberge die Bürger über die aktuellen Entwicklungen informieren und für wichtige Schutzmaßnahmen sensibilisieren.

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Laut Bayerns Gesundheits- und Präventionsministerin Judith Gerlach sind bis Ende Juli 2025 in Bayern 2.940 Fälle von Lyme-Borreliose gemeldet worden – ein deutlicher Anstieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum mit 2.436 Fällen. Die bakterielle Infektion werde durch Zecken übertragen und sei die häufigste durch Zecken verursachte Krankheit in Deutschland. Besonders wichtig sei eine frühzeitige Diagnose, da unbehandelte Borreliose zu langwierigen Nerven- und Gelenkentzündungen führen könne. Die typische Wanderröte sei ein erstes Warnzeichen.

34 Borreliose- und 3 FSME-Fälle

Zudem sind demnach bisher 153 Fälle von FSME, einer Hirnhautentzündung durch Zeckenviren, gemeldet worden. Im Vergleich zum Vorjahr mit 187 Fällen bleibe die Zahl hoch. Die Impfung gegen FSME werde daher weiterhin dringend empfohlen, insbesondere in der aktuellen Jahreszeit, in der Zecken aktiv sind – auch im Winter.

Für den Landkreis Haßberge sind laut Pressemitteilung im Jahr 2025 bisher 34 Borreliose- und drei FSME-Fälle gemeldet worden, die die Fallkriterien des RKI erfüllen. Jana Bauer-Armbruster, Leiterin des Gesundheitsamt Haßberge, rät daher allen Bürgerinnen und Bürger sich bei Aufenthalten in der freien Natur vor Zeckenbissen zu schützen: „Tragen Sie helle, geschlossene Kleidung und nutzen Sie Zeckenschutzmittel zum Auftragen auf die Haut. Suchen Sie sich nach Aufenthalten in der Natur sorgfältig nach Zecken ab und entfernen diese mit einer zur Zeckenpinzette, Zeckenzange oder Zeckenkarte.“

Bei Fieber-, Kopf- oder Gelenkschmerzen einen Arzt aufsuchen

Anschließend solle die umgebende Haut der Bissstelle in den nächsten vier Wochen danach auf Anzeichen einer Borreliose-Infektion selbst kontrolliert werden. „Bei Auftreten einer Wanderröte oder anderen unspezifischen Allgemeinsymptomen mit Fieber, Kopf- oder Gelenkschmerzen sollte umgehend ein Arzt aufgesucht werden. Die Wanderröte ist durch einen roten Randsaum mit einer zentralen Abblassung gekennzeichnet.“

Zudem empfiehlt die Ständige Impfkommission (STIKO) die FSME-Impfung für alle, die sich in FSME-Risikogebieten aufhalten. Der gesamte Freistaat Bayern als Risikogebiet eingestuft.