Landkreis Kronach - Eine Frau aus dem Landkreis sitzt kürzlich abends mit einer Freundin gemütlich beim Essen in einem Kronacher Restaurant. Da klingelt ihr Handy. Es ist ein Anruf aus dem Stall mit unheilvollen Nachrichten: Ihr Pferd hat sich eine schlimme Verletzung zugezogen. So schnell sie kann setzt sich die aufgewühlte Frau ins Auto und fährt zu ihrem geliebten Tier. Schnell ist klar: Die Versorgung der Wunde kann keinesfalls bis zum nächsten Tag warten. Doch wer kann helfen? Sämtliche Tierarztpraxen haben bereits geschlossen und so etwas wie einen Notdienst gibt es im Landkreis Kronach nicht - schon gar nicht für Großtiere. Die Pferdebesitzerin hat Glück im Unglück: Nachdem sie bei der ersten Tierärztin, die sie anfragt, abblitzt, erklärt sich der zweite netterweise bereit, zu kommen. "Aber mich treibt wirklich die Frage um: Was ist, wenn ich einmal nachts oder am Wochenende ein Tier habe, das leidet und vielleicht sogar erlöst werden muss und ich einfach niemanden erreiche?", fragt sie.