Auch Angelika Schmidt, Fachbereichsleitung Altenhilfe des Caritasverbands für den Landkreis Haßberge e. V., bestätigt nochmals die aktuelle Ausschöpfung der Möglichkeiten: „Diese Ausnahmegenehmigung hilft uns, den Betrieb überhaupt aufrechterhalten zu können. Diese Möglichkeit der Ausnahmegenehmigungen gibt es ja schon länger. Wir haben auf diese auch schon immer wieder mal zurückgreifen müssen.“
Für die Bewohner selbst, die dann von positiv getesteten, also erkrankten Mitarbeitern gepflegt würden, sei dies kein Problem. „Die Bewohner fühlen sich sicher, wenn sie von positiven Pflegekräfte gepflegt werden – zusätzlich zur Erklärung der Situation hilft ja auch, dass die Pflegekräfte weiterhin FFP 2-Masken tragen. Generell wissen die Bewohner, dass wir kein Risiko eingehen, sie haben ein großes Vertrauen zu den Pflegekräften.“ Angehörige seien auch umgehend aufgeklärt worden, deshalb könnten diese, falls es doch Bedenken gebe (die es nicht gibt), letzte Beruhigung (per Telefon) schaffen.
„Da die Bewohner in ihrer bekannten Gruppe kohortenisoliert sind, fühlen sie sich auch gar nicht alleine, bei stark demenziellen Erkrankungen wird die Tatsache der Infektion auch oft gar nicht verstanden“, so Schmidt abschließend.
Am Donnerstagabend, 17. März, gibt es dann doch noch gute Nachrichten von Eberns Seniorenheimleiter Stefan Dünkel. „Ich konnte mit dem Gesundheitsamt aushandeln, dass Mitarbeiter mit leichten Symptomen arbeiten dürfen, sofern sei sich arbeitsfähig fühlen.“ Mitarbeiter hätten ihm auch bereits signalisiert, dass sie spätestens ab Montag wieder einsatzfähig sein könnten. Natürlich dürften diese nur die positiven Bewohner pflegen, „aber immerhin: es hilft“, freut sich Dünkel. kap