Vergangene Woche war Wirtschaftsminister Hubert Aiwanger (Freie Wähler) mit Unternehmern auf einer lange geplanten USA-Reise. Er konnte deshalb nicht an der Sitzung des bayerischen Ministerrats in Brüssel teilnehmen. Der dortige CSU-Statthalter Manfred Weber hat Aiwanger das als Desinteresse ausgelegt, schließlich spiele die Musik im Zollstreit mit Trumps Amerika bei der EU in Brüssel. Aiwanger ätzte zurück, er komme gern nach Brüssel, um Weber „auf Trab zu bringen“. Aus dem Zwist ist inzwischen ein kleiner Koalitionskrach geworden. So hat Freie-Wähler-Fraktionschef Florian Streibl einfließen lassen, dass Aiwangers Staatssekretär Tobias Gotthardt regelmäßig in Brüssel sei, und zwar deutlich häufiger als der dafür zuständige Europaminister Eric Beißwenger (CSU). Mal sehen, ob der jetzt seine Flugmeilen vorlegt.