Lanz-Gäste am Donnerstag, 6. November
- Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU), Ex-Minister mit plagiierter Doktorarbeit: Seit seinem erzwungenen Rücktritt als Verteidigungsminister (CSU) lebte er in Amerika. Er blickte auf die Wahl Zohran Mamdanis zum New Yorker Bürgermeister und äußerte sich zudem zur AfD. Zum Umgang der Union mit Urheberrechten und akademischer Redlichkeit lässt er sich weniger gern befragen.
- Melanie Amann, Journalistin: Die "Spiegel"-Autorin war jüngst als Fellow an der Harvard University in Boston. Sie schilderte, wie sich Lern- und Streitkultur seit Trumps zweiter Präsidentschaft verändert haben.
- Susanne Käss, Kulturwirtin: Die Argentinien-Expertin der Konrad-Adenauer-Stiftung erläuterte, wie Präsident Milei sein Land einer neoliberalen Rosskur unterzieht und es geschafft hat, die hohe Inflation einzufangen. Etwa ein Modell, das manche Ökonomen auf Linie von Union und AfD auch für Deutschland ins Auge fassen wollen?
- Stephan Grünewald, Psychologe: Sein Marktforschungsinstitut führt jährlich 5.000 Tiefeninterviews in Deutschland durch. „Die Gesellschaft ist verunsichert und viele Menschen empfinden eine diffuse Angst“, glaubt er.
Hintergrund: In dieser Ausgabe von Markus Lanz trafen Politik, Psychologie und internationale Perspektiven aufeinander – es ging um gesellschaftliche Verunsicherung, neue politische Bewegungen und den Zustand westlicher Demokratien. So entstand ein facettenreiches Gespräch über Vertrauen, Freiheit und den ideologischen Wandel in Zeiten globaler Transformation.