Um den Wanderfalken im Coburger Land wieder fest anzusiedeln, hatte der Landesbund für Vogelschutz (LBV) bereits vor einigen Jahren an der Veste Coburg und am Müllheizkraftwerk Wanderfalkenkästen installiert. Der Morizkirchturm als künstlicher Felsen gefiel dem Falken aber offensichtlich besser – vielleicht, weil hier in der Coburger Innenstadt viele Stadttauben, seine Hauptnahrung, leben. Hier, mitten im städtischen Trubel, ganz in der Spitze des Morizkirchturm, brüten die Wanderfalken jetzt schon zum fünften Mal in Folge. Auch in diesem Jahr hat der seltene Greifvogel schon wieder vier Eier gelegt. Woher man das so genau weiß, obwohl man den Brutkasten jetzt natürlich nicht öffnen kann, um den seltenen Vogel nicht zu stören? Wahrsagerei? Experteneinschätzung? Ei-Logie?