Lerchenhoftrasse und B173-Ausbau Flusslauf der Rodach muss angepasst werden

Für den Ausbau der Bundesstraßen 173 und 303 muss ein Abschnitt der Rodach verlegt und eine neue Flussschleife angelegt werden. Mitte August starten die Bauarbeiten.

Auf der linken Seite ist der Bereich vor Küps eingezeichnet, in dem die Lerchenhoftrasse auf die vierspurige B 173 trifft. Dort wird die Rodach begradigt. Neuer Retentionsraum wird aber zuerst mit der Rodachschleife zwischen Johannisthal und Au geschaffen. Foto: Staatliches Bauamt/NP

Im Rahmen des Baus der Lerchenhoftrasse soll ein Abschnitt der Rodach verlegt und zudem eine neue Flussschleife angelegt werden. Das teilte das Staatliche Bauamt Bamberg in einer Pressemitteilung vom Mittwoch mit.

Nach der Werbung weiterlesen

„Diese Maßnahmen werden als CEF-Maßnahme durchgeführt und sind entscheidend für den bevorstehenden Ausbau und die Verlegung der Bundesstraßen B 173 und B 303 sowie der zugehörigen Bauwerke“, heißt es darin weiter.

Was ist eine CEF-Maßnahme?

Die Abkürzung CEF steht demnach im Naturschutz für „continuous ecological functionality“ und bezieht sich auf vorgezogene Ausgleichsmaßnahmen, die sicherstellen sollen, dass die ökologische Funktion von Lebensstätten auch während und nach einem Eingriff, wie zum Beispiel einem Bauvorhaben, erhalten bleibt. Diese Ausgleichsmaßnahmen sollen den Fortbestand von Fortpflanzungs- und Ruhestätten oder Wuchsstandorten gefährdeter Arten gewährleisten.

„Die Rodachverlegung und die Rodachschleife werden mit zugehörigen Flutmulden realisiert, um Rückhalteflächen für den Retentionsraum zu schaffen“, so das Staatliche Bauamt Bamberg. Darüber hinaus diene die anzulegende Rodachschleife als naturschutzrechtliche Ausgleichsfläche und -maßnahme.

Keine Sperrung erforderlich

Die Baumaßnahme läuft demnach ab Mitte August. Sperrungen seien nach bisherigem Stand nicht erforderlich, aber während der Bauzeit sei mit einem erhöhten Kreuzen von Baufahrzeugen auf der B 173, insbesondere auf Höhe des nördlichen Ortseingangs Küps, zu rechnen.

In der Pressemitteilung wird betont: „Diese Maßnahmen tragen nicht nur zur Verbesserung der Infrastruktur bei, sondern dienen auch der Förderung des Naturschutzes und schaffen Rückhalteflächen, welche für den Hochwasserschutz von großer Bedeutung sind.“