Leuwico in Wiesenfeld Investorensuche läuft weiter

Im November hat die Büromöbelmanufaktur Leuwico Antrag auf ein Insolvenzverfahren gestellt. Das ist der aktuelle Stand in der Sache.

Das Unternehmen in Wiesenfeld hatte bereits im Oktober Mitarbeiter entlassen. Foto: Neue Presse/Christiane Schult

Die Suche nach einem Investor für den insolventen Möbelhersteller Leuwico in Wiesenfeld läuft weiterhin auf Hochtouren: „Zur Stabilisierung des Umsatzes ist ein Investor, der auch neue Aufträge und ein Konzept für den Standort mitbringt, von zentraler Bedeutung“, sagt Dietmar Haffa, vorläufiger Insolvenzverwalter.

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Der Geschäftsbetrieb des Herstellers für Büroeinrichtungen sowie spezielle Leitstellenmöbel und die Produktion am Standort in Meeder laufen unterdessen normal weiter. „Die potentiellen Investoren sind von der Qualität der Produkte und dem Fachwissen und Engagement der Mitarbeitenden beeindruckt“, so Haffa. „Die Interessenten nehmen wahr, dass die Kombination aus qualitativ hochwertigen Produkten und qualifizierten und motivierten Mitarbeitenden großes Potential bietet.“

Ziel: Abschluss der Investorensuche im ersten Quartal

Das Ziel ist, den Investorenprozess im Laufe des ersten Quartals abzuschließen. „Wenn wir einen Investor finden, der an das Geschäftsmodell von Leuwico glaubt, gibt es Chancen für eine Übernahme“, erklärt der vorläufige Insolvenzverwalter. Diese wäre durch den zeitnahen Einstieg eines Investors in das bestehende Unternehmen, aber auch die Integration von Leuwico in eine Unternehmensgruppe möglich.

Dietmar Haffa und die Geschäftsleitung haben die Belegschaft bereits über die aktuelle Situation und das weitere Vorgehen informiert. Die Löhne und Gehälter der rund 100 Mitarbeitenden müssen ab Februar wieder aus dem laufenden Geschäftsbetrieb erwirtschaftet werden, da das Insolvenzgeld Ende Januar ausläuft.

Die Eröffnung des Insolvenzverfahrens dürfte aller Voraussicht nach zum 1. Februar erfolgen. „Die Tatsache, dass wir ab Februar wieder unter Vollkosten arbeiten, macht die Sanierungsbemühungen natürlich nicht einfacher. Zusammen mit Geschäftsführung und Belegschaft haben wir aber bis dato alles für Leuwico und den Standort Meeder gegeben und wir werden jetzt ganz sicher nicht damit aufhören“, betont Haffa. Gleichwohl sei aber auch mit Blick auf die schlechte Umsatzentwicklung, die ein maßgeblicher Grund für den Insolvenzantrag war, eine baldige Entscheidung für alle Beteiligten wichtig.