Lichtenfels Corona-Lage spitzt sich zu

 Foto: CDC

Das Gesundheitsamt ist telefonisch kaum mehr zu erreichen. Wegen der hohen Fallzahlen gibt es keine Daten für die einzelnen Kommunen.

Lichtenfels - In den vergangenen sieben Tagen sind im Raum Lichtenfels 383 Covid-19-Fälle hinzugekommen. Die Inzidenz lagt am Freitag bei 574,0. Die Vielzahl der Fälle führte dazu, dass das Landratsamt am Freitag keine Zahlen für die einzelnen Städte und Kommunen im Landkreis veröffentlichen konnte. „Eine Darstellung der Covid-Infizierten auf Gemeindeebene und die Inzidenzdarstellung nach Alter und Impfstatus, ist aufgrund der vielen Fällen, die sich noch in Bearbeitung befinden bzw. noch unbearbeitet sind, aktuell nicht möglich“, schrieb das Landratsamt, diese Werte würden zu einem späteren Zeitpunkt auf der Homepage des Landratsamtes veröffentlicht.

190 unbearbeitete Fälle

Aktuell seien die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Gesundheitsamtes voll ausgelastet mit der Kontaktnachverfolgung und der Bearbeitung der Fälle. Telefonisch sei das Gesundheitsamt daher nur sehr schwer erreichbar. Aktuell seien noch 105 Fälle in Bearbeitung und 191 unbearbeitet (Stand 18. November, 17 Uhr). Das Landratsamt werde schnellstmöglich die Kapazitäten erweitern und bittet die Bürgerinnen und Bürger um Geduld und Verständnis.

Zudem verzögere sich aktuell auch die elektronische Übermittlung der positiven SARS-CoV-2 Ergebnisse der Labore an das Gesundheitsamt erheblich. Dagegen könnten die positiv getesteten Personen ihre Ergebnisse bereits über QR-Codes abrufen und erhielten diese zum Teil deutlich früher als das Gesundheitsamt.

Alarmstufe lila

Auch in den Nachbarkreisen steigen die Inzidenzen. In der Stadt Coburg lag sie am Freitag bei 389,3, im Landkreis Coburg bei 455,1. Für den Landkreis Haßberge meldete das RKI 585,0 und für den Raum Kronach 828,9. Alarmstufe Lila herrscht seit Tagen im Raum Sonneberg, dort beträgt die Inzidenz 1053,6. Der Raum Hildburghausen näherte sich der 1000er Inzidenz mit einem Wert von 973,6. Hildburghausen hat laut „Freiem Wort“ mit 47 Prozent vollständig Geimpften die mit Abstand niedrigste Impfquote Thüringens, auch Sonneberg liegt mit 55 Prozent unter dem Thüringer Durchschnitt von 62 Prozent.

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