Lions Club Kronach Zucker, Salz und Nudeln fürs „Lädla“

Heike Schülein

Der Lions Club Kronach spendet dem Caritas-Verband Lebensmittel im Wert von 2000 Euro. Im „Lädla“ ist die Freude groß.

Der Lions Club Kronach unterstützt das „Lädla“ mit einer großzügigen Lebensmittel-Spende im Wert von 2000 Euro. Das Bild zeigt (von links) Silvia Tübel, Clemens Weißerth, Cornelia Thron, Fritz Maier, Peter Müller, Stefan Pfadenhauer sowie Oliver Bauer bei der Übergabe der Lebensmittel. Foto: Heike Schülein

Im Sozialladen „Das Lädla“ in der Kronacher Siedlung sowie in den Caritas-Verkaufsmobilen können Personen mit Berechtigungsausweis bei niedrigem Einkommen Lebensmittel zum geringen Preis erwerben. Anspruchsberechtigt sind zum Beispiel Empfänger von ALG II, Grundsicherung im Alter, mit geringem Erwerbseinkommen oder geringer Rente. In der aktuell so krisengebeutelten Zeit war es dem Lions Club Kronach ein großes Anliegen, bedürftige Menschen im Landkreis zu unterstützen. Die Übergabe der mit großer Dankbarkeit aufgenommenen Lebensmittel-Spende erfolgte durch Peter Müller vom Backhaus Müller sowie Oliver Bauer vom Rewe Markt Bauer in Steinberg im Beisein von Lions-Präsident Fritz Maier und des Schatzmeisters des Lions Hilfswerks, Stefan Pfadenhauer.

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Haltbare Grundnahrungsmittel

„Es ist uns eine große Freude, das ‚Lädla’ unterstützen zu können“, bekundete Fritz Maier. Dies gelte umso mehr in dieser aktuell so schwierigen und sorgenvollen Zeit, in der sicherlich noch mehr Menschen auf das Angebot des Sozialladens angewiesen seien bzw. auch Supermärkte eventuell nicht so viele Abgaben machten. Auf Wunsch der Verantwortlichen der Caritas wurden von der Spende insbesondere lang haltbare Grundnahrungsmittel wie Zucker, Salz, Nudeln, Reis, Mehl oder Tee und Konserven aller Art angeschafft – allesamt Produkte, die das „Lädla“ von den Supermärkten bzw. Lebensmittelhändlern nur sehr selten erhält, sowie Brot und Backwaren.

„Wir sind momentan wirklich auf jegliche Unterstützung dringend angewiesen“, verdeutlichte Caritas-Kreisgeschäftsführerin Cornelia Thron, derzeit große Herausforderungen meistern zu müssen. Aufgrund der stark angestiegenen Anzahl an Nutzern müsse man bisweilen Waren zukaufen, da die Spendeneingänge nicht mehr ausreichten. Die großzügige Lebensmittel-Spende stelle daher ein riesiges Geschenk dar. Ein großes Anliegen war der Caritas die Belieferung durch das Backhaus Müller und den Rewe Markt Bauer, die beide das „Lädla“ schon seit vielen Jahren unterstützen.

Kunden – keine Bittsteller

„Lädla“-Leiterin Silvia Tübel versicherte, dass die gespendeten Produkte im Sozialladen sehr gefragt seien und gerne gekauft würden. Portioniert würden sie so, dass möglichst viele davon profitierten. So erhielten zum Beispiel große Familien mehr als Einzelpersonen. Verkauft werden die Waren für rund 10 Prozent des regulären Verkaufspreises in den Supermärkten. Mittlerweile liege man oftmals sogar darunter, da man die aktuellen Preissteigerungen nicht an die Kunden weitergeben wolle. Den Obolus verlange man, damit sich die Nutzer wie Kunden fühlten und nicht wie Bittsteller, was der Caritas sehr wichtig sei. Geöffnet hat das „Lädla“ wöchentlich an drei Tagen; die Verkaufsmobile sind unter der Woche an fünf Tagen im ganzen Landkreis unterwegs. Das Abholen bzw. Einräumen der Spendeneingänge erfolgt von Montag bis Samstag.

Die rund 50 ehrenamtlichen Helfer des „Lädla“ sind dann auch, wie der Leiter der Sozialen Dienste, Clemens Weißerth, betonte, das höchste Gut der Caritas. Mittlerweile versorge man wöchentlich um die 2000 Personen im ganzen Landkreis. Das „Lädla“ sei dabei aber weit mehr als eine billige Einkaufsmöglichkeit, sondern für die Nutzer auch Kontaktmöglichkeit mit Gleichbetroffenen sowie wichtige Anlaufstelle für die vielfältigen Hilfsstrukturen der sozialen Beratung der Caritas.

Auswirkungen von Krieg und Inflation

Präsident Fritz Maier und Schatzmeister Stefan Pfadenhauer zeigten sich tief beeindruckt vom großen Engagement hinter dieser so wertvollen Hilfseinrichtung. In diesem Jahr hatte der Club bereits eine Spende von 5500 Euro an die Hilfsaktion „Roman“ für die Ukraine getätigt. Aber auch bei uns spüre man, so die beiden Lionsfreunde, deutlich die Auswirkungen des Krieges durch die Inflation bzw. stark angestiegenen Preise, weswegen man sich nunmehr zu dieser erneuten Spende entschlossen habe.

Dem konnte sich Cornelia Thron nur anschließen. Mittlerweile kämen immer mehr Menschen ins „Lädla“, die vorher gerade noch so mit ihrem Geld ausgekommen seien und bei denen es mittlerweile eben nicht mehr reiche. 2023 könne man bereits das 20-jährige Jubiläum des „Lädla“ begehen. „Eigentlich ist das kein Grund zum Feiern; sondern traurig, dass es das Hilfsangebot heute immer noch und leider sogar mehr denn je braucht“, verdeutlichte sie.