Die Beschäftigten bräuchten etwa eine Transfergesellschaft und kein "Trostpflaster mit dem Verweis auf mögliche andere Arbeitsplätze". "Die Vermittlung in andere Jobs allein ist zu wenig, damit kommt Zalando zu günstig davon und klaut letztlich sogar den Beschäftigten noch die Abfindung", so Schafts. Er kritisierte zudem, dass weder Gewerkschaft noch der Betriebsrat bei dem Gespräch im Rathaus beteiligt gewesen seien.
Was passiert mit der Riesen-Immobilie?
Mit Blick auf die Immobilie des laut Zalando-Website 130.000 Quadratmeter großen Standorts kam bereits die Frage nach der weiteren Nutzung auf. Wirtschaftsministerin Colette Boos-John (CDU) erklärte nach dem Gespräch im Erfurter Rathaus, dass das Ministerium bereits auf den Immobilieneigentümer zugegangen sei. Es habe bereits erste Kontakte mit Unternehmen gegeben, aber ob es für diese tatsächlich passe, den Standort zu übernehmen, sei längst nicht klar.
Zalando selbst ist nach Angaben eines Unternehmenssprechers nur Mieter. Der aktuelle Mietvertrag werde entsprechend nicht verlängert. Der Mietvertrag laufe bis ins Jahr 2027. Vermieter sei eine Gesellschaft mit Sitz in Luxemburg.