Die alten Lokschuppen in Coburg befinden sich seit Mitte der 1990er Jahren im Dornröschenschlaf. Vom Dach der historischen Halle steht nur noch ein Gerippe, Teile des Eingangstores ragen wie aus dem Nichts in den Himmel empor. Das alte Stellwerk ist kaum noch zu erkennen zwischen all dem Grün. Ein Lost Place, wie er im Buche steht. Doch lange wird das verwunschene Areal nicht mehr so bleiben. Ein Investor, die Rosbo GmbH aus Würzburg, hat innerhalb der vergangenen fünf Jahre das rund 30 000 Quadratmeter umfassende Gelände gekauft und große Pläne dafür. Diplomingenieur Wolfgang Rosentritt ist geschäftsführender Gesellschafter der Firma und schon seit der ersten Besichtigung von dem Areal begeistert. „Das wird richtig toll, da hinten sieht man noch einen alten Lastenkran, der ist echt super, den wollen wir unbedingt erhalten“, kommt er fast schon ins Schwärmen. Während seines Studiums hat er sich auf den Erhalt von alter Bausubstanz spezialisiert, „und davon findet man in Würzburg, das im Weltkrieg sehr zerstört wurde, nicht allzu viel“, erzählt er.
Lokschuppen Coburg Was ein Investor dort plant
Christiane Schult 25.09.2023 - 17:33 Uhr