Ludwigsstadt Mit Herz und neuem Mobiliar

Heike Schülein

Heller und freundlicher präsentiert sich nun die Tourist-Information in Ludwigsstadt. Während des Corona-Lockdowns ist sie auf Vordermann gebracht worden.

Die Tourist-Information der Fränkischen Rennsteig-Region zeigt alles, was die Region attraktiv macht. Über die gelungene Neugestaltung freut sich die Leiterin Manja Hünlein. Foto: /Heike Schülein

Ludwigsstadt - „Herzlich willkommen“ – beim Betreten der neugestalteten Tourist-Information der Fränkischen Rennsteigregion in Ludwigsstadt fällt der Blick sofort auf die Schiefertafel an der Wand, die Martin Rentsch geschaffen hat. Der Willkommensgruß mit einem integrierten Herz ist nur eine von vielen Neuerungen, durch die die Anlaufstelle jetzt wesentlich moderner und strukturierter wirkt. „Eigentlich war eine Modernisierung längst überfällig“, erklärt Rennsteig-Tourismus-Chefin Manja Hünlein. Der vor rund 20 Jahren gestaltete Bereich sei mit der Zeit immer voller geworden. Daher habe er zuletzt sehr überladen und unübersichtlich gewirkt. Im Tagesgeschäft habe jedoch die Zeit für eine Neugestaltung gefehlt. Während der Corona-bedingten Schließung konnte man das aber endlich angehen.

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„Uns war es wichtig, dass unsere Gäste einen freundlich und einladend wirkenden Ort vorfinden, der zeitgemäß ist und an dem sie sich willkommen fühlen“, betont Manja Hünlein. Mobiliar, Farbgebung, Dekoration und Lichtverhältnisse wurden optimiert, sodass der Raum offener wirkt. LED-Panels sorgen für ein angenehm warmes Licht, Regale setzen Bücher rund um die Region in Szene. Auch einige Exemplare des putzigen „Schieferbeißers“ namens „Schorsch“ finden hier Platz. An der anderen Wand prangen der Schriftzug „Dank und Anerkennung dem Stifter und Ehrenbürger Hermann Söllner“ sowie ein Bild des großen Gönners der Stadt. Durch die nach ihm benannte Stiftung konnte das ehemalige Fabrikgebäude in der Lauensteiner Straße als Standort für das Museum erworben werden, das zuvor in der ehemaligen Dorfschule in Steinbach an der Haide residierte. Auch die Kosten für die jetzige Neugestaltung trägt die Stiftung.

Visuelles Erlebnis

Die beiden Schreibtische sind regionstypisch gestaltet: der eine mit einer schieferähnlichen Verkleidung, der andere mit einer Plexiglas-Platte, die Zeichnungen des Heimatkünstlers Ewald Müller zeigt. Dieser drückte seine Liebe zur Heimat unter anderem mit seiner bekannten Weihnachtskrippe im thüringisch-fränkischen Schiefergebirge aus. Anschaulich spiegelt diese das Leben und Arbeiten der Menschen im Frankenwald und im Schiefergebirge während des 19. und 20. Jahrhunderts wider. Einige der Holzfiguren sowie Arbeitsabläufe hat Katharina Scheidig auf der Plexiglas-Scheibe festgehalten. „Wir möchten damit unseren Besuchern beim Betrachten ein visuelles Erlebnis bieten. Sie sollen darüber nachdenken, wie hart und mühevoll die Arbeit der Schieferbrücher war“, erläutert Manja Hünlein.

Viel Unterstützung bei der Neugestaltung erhielt sie von ihrem Team, das im Wesentlichen aus Mitgliedern der geologisch-heimatkundlichen Arbeitsgemeinschaft GHAG besteht. Die Corona-bedingte Zwangspause nutzte man unter anderem auch für Säuberungsarbeiten im Museum und für die Digitalisierung und Archivierung des Inventars.

Das Museum und die Tourist-Information öffnen aktuell dienstags bis freitags jeweils von 13 bis 17 Uhr. Der Museumsbesuch bedarf einer Anmeldung. Im Gebäude muss eine FFP2-Maske getragen werden.