Frühjahr 1962: Conny Froboess gewinnt mit „Zwei kleine Italiener“ die Deutschen Schlager-Festspiele, eine junge Band namens The Beatles blitzt bei der Plattenfirma Decca ab und in Coburg betritt ein Junge das Musikhaus Kiederle in der Steingasse, um die folgenschwerste Investition seines Lebens zu tätigen. Für die Höfner-Gitarre aus dem Schaufenster legt er sein gesamtes Konfirmationsgeld hin, sehr zum Missfallen des Herrn Papa. Die Absicht seines Sohnes, „Musikant“ zu werden, begeistert den Finanzbeamten gar nicht. Aber das Rock’n’Roll-Virus ist stärker als alle Eltern dieser Welt, sogar im braven Coburg. Und weil ihm die Musik sowieso im Blut liegt und er bereits Klavierunterricht hatte, beherrscht der junge Manfred Bierbach die „Klampfe“ ziemlich schnell ziemlich gut. Bald schon holt sich sein Gitarrenlehrer bei ihm Anregungen: „Und was hast du heute wieder Neues?“
Manfred Bierbach hat Grund zum Feiern Die fränkische Gitarrenlegende
Dieter Ungelenk 09.03.2023 - 13:34 Uhr