Marktplatz in Coburg Teenager klauen Ukraine-Flagge

Jugendliche haben in der Nacht zum Samstag die ukrainische Flagge vom Prinz-Albert-Denkmal auf dem Markt gestohlen. Wird sie ersetzt?

Die Polizei ermittelt unter anderem wegen Sachbeschädigung. Foto: Frank Wunderatsch/Neue Presse

„Das ist ein unglaublich gutes Zeichen. Wir vergessen nicht die, die um unsere Werte kämpfen“ – das Zitat von Claudia Roth (Grüne) ist keine zwei Wochen alt. Die Worte stammen von ihrer Eintragung ins Goldene Buch der Stadt Coburg am Rande der Eröffnung des Internationalen Samba-Festivals am vorvergangenen Freitag. Die deutsche Kulturstaatsministerin bezog sich dabei auf das Prinz-Albert-Denkmal auf dem Markt, das stellvertretend für die Stadtgesellschaft seit Wochen Flagge zeigte: nämlich die der Ukraine.

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Nun ist der blau-gelbe Stoff vom Markt verschwunden. Jugendliche haben die Flagge in der Nacht zum Samstag geklaut. Dabei brachen sie den zugehörigen Holzstiel ab, der am Zepter der Statue befestigt war. Ein unbeteiligter Zeuge meldete den Vorfall telefonisch der Polizei, später in der Nacht entdeckten Beamte die ukrainische Flagge bei mutmaßlich unschuldigem Partyvolk im Steinweg wieder.

„Wir werden uns Gedanken machen“

Über ihren weiteren Verbleib vermag die Inspektion in Coburg am Montag auf Anfrage der Neuen Presse nichts zu sagen. Überhaupt sind die Angaben aus der Neustadter Straße 1 äußerst dünn. Es heißt lediglich, Ermittlungen wegen Diebstahls und Sachbeschädigung liefen.

„Wir werden uns Gedanken machen“, verspricht derweil Louay Yassin, „irgendeine Solidaritätsbekundung werden wir weiterhin machen.“ Der Stadtsprecher verweist am Montag noch einmal explizit darauf, dass „der Albert“ eigentlich sakrosankt sei; man habe die private Aktion jedoch gebilligt angesichts des „so außergewöhnlich grässlichen Krieges in der Ukraine.“