Marktrodach Erst Genehmigung, dann Feuerzauber

Die beiden Auszubildenden Vanessa Meyer und Paula Smettane hielten in der Marktrodacher Gemeinderatssitzung einen sehr informativen Vortrag zum Thema „Genehmigung zum Abbrennen eines Feuerwerks“. Foto:  

Die Auszubildenden Paula Smettane und Vanessa Meyer informieren den Gemeinderat Marktrodach über Auflagen, die für Feuerwerke gelten. Aus aktuellem Anlass.

Marktrodach - Seit vergangenen September gibt es in der Marktgemeinde Marktrodach zwei neue Auszubildende. Vanessa Meyer aus Marktrodach und Paula Smettane aus Steinwiesen. Beide stellten sich bei der Gemeinderatssitzung am Montagabend in der Rodachtalhalle dem Gremium vor.

Vanessa Meyer und Paula Smettane hatten sich bei einem Projekt dem Thema „Genehmigung zum Abbrennen eines Feuerwerks“ angenommen und hielten darüber nun ein Referat. Unter anderem informierten sie darüber, dass außer dem üblichen Silvesterfeuerwerk jedes Feuerwerk genehmigungspflichtig ist. Es müsse zwei Wochen vorher angezeigt werden, und Entfernungen müssten vorher geprüft werden. Auch müssten während des Aufbaus eines Feuerwerks immer zwei Personen über 18 Jahre anwesend sein. Personen unter 18 Jahren dürften explosionsgefährliche Stoffe nicht überlassen werden. Interessant wurde das Thema, da einige Beschwerden wegen Sachbeschädigung und des Leidens von Haustieren bei Feuerwerken bei der Gemeindeverwaltung eingegangen waren. Der Gemeinderat wird sich damit in einer der nächsten Sitzungen beschäftigen.

Bürgermeister Norbert Gräbner gab in der Sitzung bekannt, dass das Landratsamt Kronach am Pilotprojekt „Digitales Baugenehmigungsverfahren“ teilnimmt: „Dabei ist es möglich, dass Planungs- und Architekturbüros bauaufsichtliche Anträge über das Bayern-Portal digital einreichen. Daneben ist natürlich auch das Einreichen von Bau- und sonstigen Anträgen in Papierform weiterhin möglich.“

Wasserrohrbrüche halten Gemeinde in Atem

Auch rief Gräbner den vergangenen Donnerstag in Erinnerung: An diesem Tag wurde in der Friedhofstraße in Unterrodach ein Wasserrohrbruch an der Hauptleitung festgestellt, weshalb bis zu 300 Haushalte im südlichen Teil Unterrodachs zwischen 12 und 24 Uhr ohne Wasser waren. Aufgrund des erheblichen Wasseraustritts hob sich in diesem Bereich die Asphaltdecke, und das ausströmende Wasser überflutete in kurzer Zeit angrenzende Keller. Die Reparaturarbeiten gestalteten sich schwierig, da sich die Hauptleitung in vier Meter Tiefe befindet und ein großer Querriegel im Weg war.

Bürgermeister Gräbner dankte der Feuerwehr Marktrodach, dem Zweckverband Rodacher Gruppe, der Fernwasserversorgung Oberfranken, der bauausführenden Firma Krumpholz sowie dem gemeindlichen Bauhof für die gute Zusammenarbeit. Gegen Abend kam es zu einem weiteren Wasserrohrbruch in der Eubigstraße in Oberrodach. Dank galt dem Zweckverband Rodacher Gruppe und der bauausführenden Firma Ruland Schneider, die hier ebenfalls bis Mitternacht tätig waren.

Hochwasser gab es in der vergangenen Woche im Bereich der Ebersmühle, wo drei Haushalte sowie das angrenzende Sägewerk unter Wasser standen. Hier waren die Feuerwehr Marktrodach und das Technische Hilfswerk Kronach vor Ort.

Gartenhütte rückt näher

Bereits Ende 2020 war eine Bauvoranfrage für die Errichtung einer Gartenhütte in Mittelberg gestellt worden. Dieser wurde zunächst das Einvernehmen versagt, da die Erschließung nicht gesichert war. Mittlerweile sind die Unklarheiten beseitigt, entsprechende Vereinbarungen werden noch geschlossen. Der Gemeinderat stellte dem Bauwerber die Erteilung des Einvernehmens in Aussicht.

Zugestimmt wurde auch einem Antrag für den Bau einer Rundbogenhalle mit einer Grundfläche von 188 Quadratmetern in der Nähe der Firma Delfingen in Großvichtach. Beim Antrag auf Neubau eines Einfamilienhauses im Baugebiet Bühl IV wurden einige Befreiungen von den Festsetzungen des Bebauungsplanes beantragt. Damit erklärte sich der Gemeinderat ebenfalls einverstanden. Zurückgezogen wurde der Bauantrag zum Neubau einer Tankstelle im Bereich des Rewe-Marktes.

Auf der Agenda stand auch die Errichtung eines Fußgängerüberweges im Gewerbegebiet Gries durch die Gemeinde, nahe dem ASB-Seniorenheim. Dort sind viele Fußgänger und Radfahrer unterwegs. Da für einen solchen Weg eine Frequentierung von mindestens 50 Fußgängern beziehungsweise Radfahrern in der Stunde bei 200 Fahrzeugen notwendig ist, wird eine offizielle Verkehrszählung stattfinden. Ende Januar fand bereits ein Termin mit Kollegen der Stadt Kronach sowie der Polizei statt, bei dem man jedoch wenig Hoffnung auf rechtliche Umsetzbarkeit sah. Mit dem Staatlichen Bauamt werde man sprechen und überlegen, wo ein Fußgängerüberweg am sinnvollsten sei, hieß es.

 
 

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