Maskenpflicht in Bayern Trägt Coburg jetzt FFP2?

Sie trägt sie schon: Spätestens ab dem kommenden Montag braucht es unter anderem beim Lebensmitteleinkauf eine FFP2-Maske. Foto: /Daniel Vogl

Seit Montag gilt in Bayern eine neue Maskenpflicht, jedoch beginnend mit einer „Kulanzwoche“. Eine telefonische Stoffprobe an Tag eins.

Coburg - „Filtering face piece“ der Klasse 2 oder einfach nur FFP2: Seit Montag gilt in Bayern eine neue Maskenpflicht. Überall dort, wo bereits seit dem 27. April, wie doch die Zeit verfliegt, ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden muss, sind jene höherwertigen Modelle fortan obligatorisch. Jedenfalls für alle Menschen ab 15 Jahren. FFP2-Masken dienen, anders als sogenannte Community-Modelle, vor allem auch dem Selbstschutz.

Womöglich auch, weil sich aus der Bevölkerung einiger Unmut regte über den Beschluss, hat der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) für die ersten Tage einen Verzicht auf etwaige Strafen angekündigt. Seitdem kursiert der Begriff der „Kulanzwoche“.

Und die Coburger? Strapazieren sie diese oder was trägt die Vestestadt an Tag eins der neuen Maskenpflicht über Mund und (!) Nase?

„Nächste Woche wird man des Ladens verwiesen“

Anruf bei Sascha Forkel. „Es gab bisher wirklich nur einen, der sich nicht daran gehalten hat“, sagt der Filialleiter des Tegut in der Neustadter Straße. Da ist es (aber zugegeben auch erst) gerade kurz vor halb eins an diesem Montag. Der Mann habe ihm versichert, er organisiere sich noch ein Modell. „Insgesamt läuft es sehr reibungslos.“

Seine Mitarbeiter, so erzählt es der Filialleiter, seien darauf geschult, hinzuweisen, dass die neue Regelung eigentlich schon gilt. „Wir sagen gar nichts von einer Frist“, erläutert Forkel. „Es gibt einen Hinweis und dann ein ‚Okay, heute ausnahmsweise, aber nächste Woche wird man des Ladens verwiesen’.“

Die Auskunft der SÜC kommt eine halbe Stunde später, gegen 13 Uhr, per E-Mail. „Zum überwiegenden Teil wird die FFP2-Maskenregelung eingehalten, verschiedentlich müssen Fahrgäste auf die neue Regelung hingewiesen werden“, informiert Raimund Angermüller. Es gebe zudem, so der Leiter Verkehrsbetrieb weiter, telefonische Beschwerden über Passagiere, die sich nicht an die neue Regelung hielten. Insgesamt zeigten sich die Fahrgäste aber „mehr oder weniger verständnisvoll“.

Sein Personal sei explizit angehalten, schreibt Angermüller ferner, Passagiere ohne entsprechenden Mund-Nasen-Schutz auf die neue Regelung hinzuweisen. „Dies ist neben dem üblichen Tagesgeschäft eine zusätzliche Belastung.“

„Ohne in Streit zu geraten“

Rückruf aus dem Frischecenter Wagner. „So 90 Prozent locker haben sich darauf eingestellt“, sagt Jörg Wagner, da ist es etwa Viertel vor drei am Montagnachmittag. Der Inhaber des Edeka auf der Lauterer Höhe kommt gerade aus einer Mitarbeiterbesprechung, ein Thema: die neue Maskenpflicht. „Den Rest weisen wir höflich darauf hin, ohne in Streit zu geraten, dass die Regelung ab nächster Woche verpflichtend ist.“

Söders Kulanzwoche nennt Wagner „eine gute Idee“. Sie verhindere, so der Inhaber angesichts der angespannten Gesamtsituation, „ein gewisses Eskalationspotenzial“.

 

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