Versandapotheken sind verpflichtet, pharmazeutisch zu beraten, und nennen meist eine kostenlose Telefonnummer auf ihrer Website. Mit zuverlässigen Hinweisen auf Wechselwirkungen rechnen dürfen Verbraucher jedoch nicht, stellt Stiftung Warentest fest, die die telefonische Beratung sowohl zu rezeptfreien als auch rezeptpflichtigen Mitteln geprüft hat. Hierfür reichten Testpersonen je ein Rezept ein und bestellten zudem ein rezeptfreies Mittel. In beiden Fällen waren Wechselwirkungen möglich – doch weniger als die Hälfte der Apotheken wies auf die Risiken hin. „Insbesondere in der pharmazeutischen Beratung müssen Versandapotheken ihr Wissen besser nutzen, zum Beispiel durch eine Apothekensoftware, die einen Prüfservice bietet“, sagt die Projektleiterin Katrin Andruschow. Ein weiteres Problem: Nach der Einnahme weiterer Medikamente fragten nur zwei Apotheken. Wer also Wechselwirkungen vermeiden will, sollte die Apotheke von sich aus auf bereits eingenommene Medikamente hinweisen. Manchmal legen Versender Mitteilungen zu Medikamenten in das Paket, bei denen es zu Wechselwirkungen kommen kann.