- In Berlin stiegen im vergangenen Jahr die Gewalttaten in den Krankenhäusern der Hauptstadt um 51 Prozent.
- Das Saarland verzeichnete einen Zuwachs um 67 Prozent.
- In Bremen waren es ein Plus von 55 Prozent.
- In Niedersachsen stieg die Zahl um 46 Prozent auf 559 Taten
- In Sachsen-Anhalt wurde ein Anstieg von 31 Prozent auf 406 Fälle gemeldet.
- In Nordrhein-Westfalen, dem bevölkerungsreichsten Bundesland, stieg die Zahl der Gewalttaten in medizinischen Einrichtungen um 29 Prozent auf 1571 Delikte.
- In fast allen 13 Bundesländern, die seit 2019 Zahlen zu Rohheitsdelikten in Krankenhäusern erheben, ist die Tendenz steigend. Eine Ausnahme bildet nur Bayern. Dort sank die Zahl solcher Straftaten zwischen 2019 und 2022 um elf Prozent.
Steigende Gewalt an Kliniken auch im Südwesten
Weil die Gewalt gegen Pflegekräfte und Ärzte zunimmt, setzen Baden-Württembergs Krankenhäuser schon seit einigen Jahren verstärkt auf Sicherheitsdienste. Die Mehrheit der größten Kliniken im Land beschäftigen interne oder externe Sicherheitskräfte, wie eine landesweite Umfrage unserer Zeitung ergeben hatte. Zudem werden Mitarbeiter von besonders betroffenen Abteilungen wie den Notaufnahmen in Deeskalationstechniken, Gewaltprävention und Selbstverteidigung geschult.