Mein Hobby Für Elvis tut er (fast) alles

Peter Tischer

Das Herz des Neustadters Klaus Goßler schlägt für den King of Pop. Er hat im Laufe der Jahre eine umfangreiche Sammlung mit Elvis-Exponaten aufgebaut.

Neustadt - Klaus Goßler ist kein Unbekannter in der Sammlerszene. Der 82-Jährige hat in seinem Leben so ziemlich alles gehortet: Miniatur-Lkw, Bierkrüge und Briefmarken waren darunter. Ein „Messi“, der den Überblick verloren hat, will er dennoch nicht sein, denn seine Sammlungen verstauben nicht in irgendwelchen Kellerräumen, sondern sie leben. „Alles ist akkurat katalogisiert“, so der 82-Jährige. Wie seine Sammlung über den „King of Rock ‚n’ Roll“. „Elvis Presley hat es mir angetan, für ihn tue ich fast alles“, gesteht er und führt in sein Elvis-Reich, das sich vom Flur über das Treppenhaus bis in die erste Etage seines Hauses ausbreitet.

1000 Briefmarken, 175 Langspielplatten, 80 Singles, zahlreiche CD bilden das Herzstück. Hinzukommen Postkarten, Zeitungsausschnitte, Fahnen, Feuerzeuge – um nur einige Exponate der umfangreichen Sammlung zu nennen. Alles ziert natürlich das Konterfei des „King of Rock ’n’ Roll“. „Mein Vater hat mich dazu inspiriert“, blickt Goßler zurück und erzählt: „Als er von der Gefangenschaft heimkam, waren alle vom Rock ’n’ Roll-Fieber um Bill Haley infiziert.“ Goßler ging nach der Schule im Kabelwerk in die Lehre; sein erstes Salär investierte er sogleich in Elvis. „Damals kostete eine Single 50 Pfennig“, erinnert sich der 82-Jährige und zeigt die Platte, die er sich damals gekauft hatte: „I got stung“. Weitere wie „Long tall Sally“ sind dazu gekommen, nicht nur mit Covern vom deutschen Musikmarkt, auch japanische Platten zieren seine Sammlung, die er mit zahlreichen Plattenspielern gerne hört. Er lebt und liebt seine Sammlung rund um das Musikgenie, schaut regelmäßig Elvis-Filme und ist permanent auf der Suche nach weiteren Elvis-Preziosen.

Das ist auch vielen Bekannten nicht verborgen geblieben. „Ich bekomme oft Mitbringsel, die natürlich immer etwas mit Elvis zu tun haben“, freut sich Klaus Goßler und blickt auf seine Sammlung, die nach wie vor wächst. „Jüngst eine Seife aus einem Hotel Singapur“, berichtet er. Natürlich war Klaus Goßler schon einmal am Grab von Elvis in Graceland in der US-Stadt Memphis, lebend habe er ihn aber leider nie zu Gesicht bekommen. Obwohl auf dem ehemaligen Elvis-Anwesen striktes Fotografierverbot herrschte, „habe ich natürlich heimlich auf den Auslöser gedrückt“, gesteht der 82-Jährige schmunzelnd.

Dementsprechend stolz zeigt er Ordner über Ordner mit seiner Sammlung, alles fein säuberlich dokumentiert. Zeitungsausschnitte und Literatur sind hier gespeichert. Auch Zigaretten- und Pillendosen, Bierdeckel, Feuerzeuge, PEZ-Drops und Silberanhänger gehören dazu. „Ich stehe morgens auf mit Elvis und gehe abends mit Elvis ins Bett“, schmunzelt der sympathische Neustadter und setzt nach: „Schließlich ziert Elvis auch mein Kopfkissen.“ Bei dem Thema Elvis könne er einfach nicht anders. Auch wie es mit seiner Sammlung weitergehen soll, steht bereits fest. „Ich werde die Sammlung meiner Tochter vermachen, die kann dann damit machen was sie will“, sagt Goßler offen, der nie auf den materiellen Wert seiner Sammlerstücke blickt. „Viel wichtiger ist das Ideelle – dass diese Dinge in meinem Besitz sind.“

Wer Klaus Goßler besucht, kann fast stundenlang durch seine Sammlung streifen. Eine Uhr gibt, Münzen und zahllose Telefonkarten mit Elvis-Konterfei. Auch ein Kochbuch befindet sich in der umfangreichen Sammlung. „Dafür habe ich einige andere Sammlungen aufgegeben, wie beispielsweise die über den VfL Neustadt oder Brauereien“, meint der Elvis-Fan. Jüngst habe er drei CDs gekauft, „von Songs, die nie veröffentlicht wurden. Die musste ich haben“, wie Klaus Goßler erzählt. Auch die LP „Blue Hawaii“ ist in seinem Besitz. Getreu dem Motto: Elvis forever.

 

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