Weitramsdorf - Wer ans Häkeln denkt, dem kommen Topflappen und Schals in den Sinn. Mit Nadel und Faden lassen sich aber auch Kunstwerke schaffen. Angela Grimm hat sich diesem Hobby verschrieben – und findet darin Erfüllung.
Angela Grimm hat das Häkeln für sich entdeckt. Mit dieser Technik lässt sie kleine, faszinierende Kunstwerke entstehen.
Weitramsdorf - Wer ans Häkeln denkt, dem kommen Topflappen und Schals in den Sinn. Mit Nadel und Faden lassen sich aber auch Kunstwerke schaffen. Angela Grimm hat sich diesem Hobby verschrieben – und findet darin Erfüllung.
Nach der Werbung weiterlesen
Vor zehn Jahren hat die Weitramsdorferin das Kunsthandwerk für sich entdeckt. Als Autodidaktin begann sie, zunächst mit Holz zu arbeiten. Unter ihren Händen entstanden figürliche Darstellungen, beispielsweise Pilze, aber auch emotional besetzte Stücke wie Herzen. Das weckte Interesse von Freunden und Bekannten. „Mein Mann und ich hatten die Idee, hier einen kleinen Nebenerwerb aufzubauen, aber das haben wir wieder aufgegeben“, erläutert Angela Grimm. „Es hat viel Zeit in Anspruch genommen.“ Zudem habe in jener Zeit Beton Holz als Werkstoff abgelöst, „und das ist nicht so mein Ding“.
Nicht aufgeben wollte die Weitramsdorferin ihren Anspruch, ihre Freizeit sinnvoll zu gestalten. „Also habe ich mir etwas gesucht, was mir Freude bereitet. Da habe ich das Häkeln entdeckt.“ Mit klassischen Häkelarbeiten gibt sich Angela Grimm nicht zufrieden. So entstanden Taschen, eine mit Blüten verzierte Jacke, eine kuschelige Couchdecke, praktische Behälter, in denen sich Salzstangen servieren oder Blumentöpfe aufhübschen lassen, filigrane, kaum daumenbreite Stücke wie Eicheln, die einen Kranz aus Ästen schmücken, oder dekorative Kürbis-Nachbildungen, natürlich in der klassischen Farbe Orange. „Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt“, so Grimm.
Auch wenn sie sich die eine oder andere Anregung aus dem Internet holt: Ohne Kreativität geht auch beim Häkeln nichts. Man kann es klassisch betreiben oder mit großem Einfallsreichtum, sagt die Weitramsdorferin. Und wirbt für ihr Hobby: „Man kann es lernen, braucht aber Geduld und ein bisschen den Hang zum Perfektionismus. Wenn mir beispielsweise eine Form, die mit Faden und Nadel entsteht, nicht richtig zusagt, dann trenne ich das Werk wieder auf, bis es eben in meinen Augen perfekt ist.“
Für Angela Grimm ist Häkeln „ein gutes Kopftraining, man muss mitdenken, ist aber auch ein Mittel zum Entspannen“. Wer mit dem Hobby beginnen möchte, dem rät sie, einen Kurs bei der Volkshochschule zu belegen oder sich im Internet mit Gleichgesinnten auszutauschen. Wer in Suchmaschinen das Wort „häkeln“ eingibt, wird erstaunt feststellen, welche Flut an Informationen und Anregungen er abrufen kann. Das Zubehör, Häkelnadeln und Garn, gibt es in vielen Geschäften, manchmal auch im Supermarkt.
„Etwas mit den eigenen Händen und der eigenen Kreativität zu erschaffen, dabei dem Alltag immer wieder einmal zu entfliehen – das ist es, was mir am Häkeln Freude bereitet“, sagt Angela Grimm. Und: „Für mich gibt es nichts Schöneres.