Es wird eine Bauchlandung mit Ansage. Dem "Bundesfreiwilligendienst" (welch schreckliche Bezeichnung!) fehlt ganz offenkundig das, was er am nötigsten braucht: Freiwillige, junge Leute, die sich für ein schmales Entgelt in den Dienst der Gemeinschaft stellen, um die Zivildienstleistenden zu ersetzen, die es nach Aussetzung der Wehrpflicht nicht mehr gibt. 35 000 Stellen hat der Bund für die Freiwilligen vorgesehen und auch schon vorgesorgt: 350 Millionen Euro pro Jahr stehen zur Verfügung. Sie werden wohl zum größten Teil in den Staatskassen bleiben. Der Paritätische Wohlfahrtsverband, einer der großen Dienstleister, der seine bisherigen "Zivis" ersetzen muss, berichtet von ganzen 500 ernsthaften Bewerbern - eingeplant waren 5000. 90 Prozent der Stellen unbesetzt: Einer Umfrage zufolge scheint das durchgängig die Quote zu sein.
Meinungen Bauchlandung
Von Walter Hörmann 10.06.2011 - 00:00 Uhr