Kevin Rudd ist nicht der Typ Politiker, für den sich australische Wähler normalerweise begeistern: Der Chef der Labor-Partei gilt als Intellektueller und wird wegen seiner kindlichen Gesichtszüge sogar in seiner eigenen Partei bisweilen als „Harry Potter“ belächelt. Dennoch drängte der Ex-Diplomat den konservativen Premierminister John Howard bei der Parlamentswahl am Samstag nach elf Jahren aus dem Amt.