Die Kirchen macht dieser Reichweitenverlust nervös, denn wer sich nicht für ihre Botschaft interessiert, mag auch keine Kirchensteuer zahlen. Aus diesem Grund beschloss das Erzbistum Köln, seine Priester zu Influencern weiterzubilden. Sie sollen lernen, Fotos für Instagram zu bearbeiten, ihre Predigten für Youtube aufzuzeichnen und Oblatenrezepte für Blogs zu verfassen. Generell ist es ja eine gute Idee, dass die Priester Umschulungsmaßnahmen bekommen. Fraglich ist aber die Entscheidung, sie ausgerechnet auf eine Karriere in der überlaufenen Influenzerszene vorzubereiten. Die Idee, so die Herzen künftiger Generationen zu erobern, ist ein Trugschluss, denn soziale Medien sind oberflächlich, schnelllebig und dienen vor allem dazu, Turnschuhe zu verkaufen. Echte Erleuchtung hat da keinen Platz.