Und deshalb darf man Dinge sagen, die nicht alle teilen. Dinge, die auch nicht jedem gefallen. Dass diese Freiräume sehr weit gezogen sind, zeigt ein Grundsatzurteil des Bundesverfassungsgerichtes zu Versammlungsfreiheit, Meinungsfreiheit und Volksverhetzung, das als "Wunsiedel-Entscheidung" in die Geschichte eingegangen ist. Wenn nun, wie geschehen, die Rapper Kollegah und Farid Bang für einen Song mit Textpassagen, die mindestens extrem geschmacklos, auf alle Fälle aber geschichtsvergessen und deutlich diskriminierend sind, einen renommierten Verkaufs-Preis wie den Echo bekommen, dann ist das zu verurteilen. Das "sagen dürfen" ist das eine. Aber Preiswürdigkeit dagegen ein ganz anderes Thema.
Meinungen Erschütternd
Kerstin Dolde 18.04.2018 - 00:00 Uhr