Eines muss man dem Bundesfinanzminister lassen: Er findet, endlich, scharfe Worte zu dem skandalösen Verhalten so mancher Manager. „Das Gerechtigkeitsgefühl der gesellschaftlichen Mitte wird durch die Entsolidarisierung der Besserverdienenden, den Egoismus und die um sich greifende Gier eines Teils der Wirtschaftselite schwer verletzt“, sagt Peer Steinbrück. Wir formulieren es, genau so scharf, aber ein bisschen verständlicher: Die Menschen in diesem Land spüren es ganz genau, dass die Gesellschaft in zwei Teile zerbricht. Und sie sind maßlos enttäuscht und verärgert, dass eine Gruppe von Top-Managern, die für die Finanzkrise mitverantwortlich ist, sich weiterhin Super-Gehälter und horrend hohe Bonuszahlungen genehmigt, während der „kleine Mann“ mehr denn je finanziell mit dem Rücken zur Wand steht.