Völkerrechtlich und formal mag Verteidigungsminister Franz-Josef Jung ja richtig liegen, wenn er den Einsatz der Bundeswehr in Afghanistan partout nicht einen Kriegseinsatz nennen will. Sein Argument, die Sprache der Taliban nicht übernehmen zu wollen, ist aber naiv und überzeugt nicht. Schon gar nicht, wenn die Bundeswehr mit schweren Waffen an einer militärischen Großoffensive gegen die Terroristen teilnimmt, die es in dieser Form mit deutscher Beteiligung noch nicht gegeben hat.