Das zeigt das Beispiel der Milchbauern, die vor einer zweifelhaften Wahl stehen: Sie können sich entweder im Kleinbetrieb selbst ausbeuten oder sie müssen wachsen und wachsen und wachsen - um dann ebenfalls ihre Kosten kaum decken zu können. Selbst Bio-Betriebe bekommen für ihre Milch keinen kostendeckenden Preis. Mehr als alarmierend sind Zahlen des Kieler Forschungsinstituts für Milchwirtschaft: Demnach können in Bayern Milchbauern nur zu 20 Prozent von erwirtschafteten Erträgen leben, zu 80 Prozent sind sie auf Transferzahlungen angewiesen. Dass dies am Selbstbewusstsein des Bauernstandes nagt, liegt auf der Hand. Und dass solche Zahlen das Höfesterben weiter beschleunigen, ist ebenfalls logisch.