Ganz fix soll nun alles gehen. Ganze 100 Tage geben Politiker und Notenbankchefs den Bankern und sich selbst, um die schlimmsten Wirkungen der internationalen Finanzmarktkrise abzufedern. Das klingt nach Tatkraft, nach entschlossenem Handeln, nach einem klaren Rezept. Aber es klingt nur so. In Wahrheit setzen die Finanzminister der sieben stärksten Industrienationen, der Internationale Währungsfonds IWF und die Notenbanken auf das Prinzip Hoffnung: Binnen 100 Tagen sollen endgültig alle Risiken in den Bilanzen offen gelegt sein, soll aus dem fortgesetzten Schrecken immer neuer Hiobsbotschaften wenn schon nicht ein gutes Ende dann doch ein Ende mit Schrecken geworden sein.