Wladimir Putin hält wenig davon, der Öffentlichkeit allzu tiefe Einblicke in sein Privatleben zu gewähren. Am vergangenen Wochenende zeigte sich der russische Präsident bei einem Besuch in seiner Heimatstadt Sankt Petersburg nun aber von einer sehr persönlichen Seite. Am Grab seines Bruders Viktor legte er Blumen nieder und betonte den "Schmerz seiner Familie", den er mit der Blockade Leningrads durch die Wehrmacht verbinde. Putin war gekommen, um an das Leid der Menschen in der Newa-Metropole zu erinnern. Mehr als eine Million zivile Todesopfer forderte die Blockade, die vor 75 Jahren endete. Die meisten von ihnen verhungerten. Auch Putins älterer Bruder starb damals, mit nur drei Jahren.