Dass man sie „Stimme Afrikas“, ja sogar „Mama Afrika“ genannt hat, ist ein großes Zeichen. Die Sängerin Miriam Makeba, die jetzt – nach einem Anti-Mafia-Konzert – in Süditalien gestorben ist, stand und steht für jene Elemente des Schwarzen Kontinents, die Stärke, Glanz und Schönheit vereinen: ursprüngliche und doch weltumspannende Musik (die über den Umweg USA die Popkultur unserer Zeit maßgeblich beeinflusst hat) und unbeugsamer Einsatz für Menschenrechte, Freiheit, Demokratie. Als letzte Woche Barack Obama zum ersten schwarzen Präsidenten Amerikas gewählt wurde, feierte nicht nur Kenia, sondern der gesamte Erdteil eben diese Elemente.