Oktoberabend. Flutlicht. Acht Grad. Nieselregen. Ein Kunstrasenplatz in Oberfranken. Michael Köllner in seinem Element. Die Trainingsgruppe lauscht gespannt den detaillierten Anweisungen des Fußballlehrers und versucht, sie später minutiös umzusetzen. Doch nicht alles will gelingen. Der 55-Jährige beobachtet, korrigiert – und wird auch mal richtig laut, wenn etwas nicht seinen Vorstellungen entspricht. Beispielsweise als einer der Teenager, die an diesem Abend unter seinen Fittichen stehen, zu lange an der Außenbahn klebt, anstatt in Überzahl schneller in Richtung der Gefahrenzone vor dem gegnerischen Tor einzuschieben.