Rückendeckung erhielt Merz auch vom Vorsitzenden der Jungen Union (JU), Johannes Winkel: "Das, was Friedrich Merz beschrieben hat, stimmt natürlich: Wir erleben seit Jahren eine Zunahme an Gewaltkriminalität, auch an Drogenkriminalität, wir erleben auch übrigens eine Zunahme an Islamismus in Deutschland, und wenn man das anspricht, dann ist man kein Rassist, sondern Realist", sagte der CDU-Bundestagsabgeordnete im Deutschlandfunk.
Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik sagte in Düsseldorf: "Selbstverständlich haben wir Probleme in Stadtbild und Stadtteilen." Das gelte auch für NRW. "Bei all diesen Debatten: Jeder spricht auf seine Weise", sagte Wüst. Die Leute erwarteten, dass Probleme, die sie selbst wahrnähmen, von der Politik auch angesprochen würden.
Rund 42 Prozent der Tatverdächtigen Ausländer
Die Äußerungen von Merz durch Zahlen und Fakten einzuordnen, ist schwierig, weil Merz nicht konkret wird. Die von Ausländern verübten Straftaten spricht er beispielsweise gar nicht explizit an. Dazu finden sich in der Polizeilichen Kriminalstatistik des Bundeskriminalamts (BKA) Zahlen. Danach wurden 2024 insgesamt knapp 3,4 Millionen Straftaten aufgeklärt und insgesamt 2.184.834 Tatverdächtige ermittelt, darunter 41,8 Prozent ohne deutschen Pass. Der Anteil der Ausländer an der Gesamtbevölkerung liegt bei etwa 15 Prozent. Die beiden Werte sind aber nicht unmittelbar vergleichbar, weil unter den 41,8 Prozent ausländischen Tatverdächtigen auch Menschen ohne Wohnsitz in Deutschland sind.
Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes wies darauf hin, dass Gewalt gegen Frauen nicht in erster Linie auf offener Straße stattfinde. "Der gefährlichste Ort für eine Frau ist immer noch ihr eigenes Zuhause", sagt die Bundesgeschäftsführerin von Terre des Femmes, Christa Stolle, der Deutschen Presse-Agentur.