Rüstungskooperation mit Japan fehlt noch der Schwung
Als aussichtsreich im Falle Japans gilt eine Zusammenarbeit bei den neuen, unbemannten System des Militärs sowie im Computerbereich. So wird mit Interesse verfolgt, ob und wie das japanische Unternehmen Fujitsu den Supercomputer der Zukunft ohne Abhängigkeiten von China und den USA bauen könnte.
Bei Rüstungsgeschäften hat Deutschland Japan bereits 2010 den Nato-Staaten gleichgestellt. Exporte sind somit wesentlich vereinfacht, ohne dass bisher allerdings besonderer Schwung in die Kooperation gekommen wäre. Aus deutscher Sicht ist die japanische Rüstungsbranche noch wenig international ausgerichtet.
Seit 2021 gibt es auch eine Grundlage dafür, mit Japan geheime Daten über Waffensysteme auszutauschen. Das deutsche Angebot von Kooperationen - also der gemeinsame Bau von Waffensystemen oder gegenseitige Zulieferungen - ist dabei auch eine Alternative zum Geschäftsmodell der US-Unternehmen. Diese verkaufen ihre Systeme oftmals als sogenannte Blackbox. Dabei gilt, dass Kunden das System beschaffen und nutzen - aber es technisch nicht vollständig verstehen.