Millionenprojekt Globe-Theater Nur noch ein Jahr

Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs entsteht mit dem Globe das neue Aushängeschild der Vestestadt. Impressionen eines neuerlichen Rundgangs auf der Großbaustelle.

Coburg - Steht man dieser Tage vor dem künftigen Eingangsbereich des Prestigebaus schlechthin in Coburg, tritt ein durch eines der beiden Portale, die noch verglast werden, und blickt nach oben – dann kriegt man bereits einen guten Eindruck davon, welch hübscher Anblick sich den Gästen in dem gut 16 Meter hohen offenen Foyer in nicht allzu ferner Zukunft bieten wird. Der Fortschritt auf der größten Baustelle in Oberfrankens viertgrößter Stadt ist unübersehbar, wovon sich die Neue Presse bei einem neuerlichen Rundgang selbst überzeugen konnte. „Die Rohbauarbeiten sind mehr oder weniger abgeschlossen“, bilanzierte dabei Peter Cosack, Leiter des städtischen Hochbauamts, der über die Baustelle lotste. „Wir sind im Moment voll im Zeitplan.“

Auf dem Gelände des ehemaligen Güterbahnhofs entsteht nach Vorbild des Shakespeare-Theaters in London ein einprägsamer Rundbau, dem eine markante Holzkonstruktion Gestalt verleihen wird. Der Entwurf für das Globe geht zurück auf zwei ehemalige Studenten der hiesigen Hochschule. Inklusive dreier kleinerer Nebengebäude soll das neue Aushängeschild der Vestestadt rund 30 Millionen Euro kosten.

„Herzstück des gesamten Areals“

Zunächst erdacht als reine Übergangsspielstätte für die Zeit während der unausweichlichen Generalsanierung des historischen Landestheaters am Schlossplatz, die anschließend wieder demontiert werden kann, wächst auf dem Güterbahnhofareal nun ein Bau von dauerhafter Natur, der einmal als multifunktionaler Veranstaltungsort weitergenutzt werden soll. Oberbürgermeister Dominik Sauerteig sagte beim Spatenstich vor knapp zwei Jahren: Das Globe werde zum „Herzstück des gesamten ehemaligen Güterbahnhof- und Schlachthofareals. Hier entsteht ein neues Stadtviertel.“

Im Oktober 2022, in genau einem Jahr also, soll der Rundbau an das Landestheater übergeben werden. „Sportlich“ nennt Hochbauamtsleiter Cosack dieses Ziel. Priorität genießt nun aber erst mal, das Globe bis Jahresende winterdicht zu machen. Ende des Monats, Anfang November, sollen die Glasarbeiten beginnen. Was seine Höhe anbelangt, ist das Bauwerk bereits so gut wie ausgewachsen.

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