Mit vielen Bildern Oberfränkisches Schaffest in Ahorn

Wolfgang Desombre

Beim Fest in der Alten Schäferei in Ahorn zeigen Hütehunde samt ihren Haltern ihr Können.

Die Alte Schäferei in Ahorn stand am Sonntag ganz im Zeichen des Schafes. Das oberfränkische Schaffest mit Schauhüten begeisterte eine große Besucherschar.

Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Tiere von oberfränkischen Schafzüchtern, die das Fest gemeinsam mit der Alten Schäferei ausrichteten und ihre Vierbeiner bei einer Zuchtschau präsentierten. Schafe gehörten ganz einfach zur Alten Schäferei und hätten sich hier auch etabliert, sagte Landtagsabgeordneter Michael Busch. In den Sommermonaten sei hier immer eine Herde untergebracht. Finanziert werde diese vom Unternehmer Michael Stoschek, merkte Ahorns Bürgermeister Martin Finzel an. In den Wintermonaten lebten die Tiere in Ställen. Besonders gefreut habe er sich auf das Hüten der Schafe, sagte Landrat Sebastian Straubel. Dies hautnah zu erleben, sei schon etwas Besonderes.

Neben Coburger Fuchsschafen waren auch seltene Rassen wie Stein- und Finnschafe zu sehen. Das Coburger Fuchsschaf ist eine anspruchslose und widerstandsfähige alte Rasse, die besonders in kargen Mittelgebirgslandschaften weit verbreitet war. Das Finnische Landschaf wiederum ist eine alte skandinavische Rasse, wobei die Mutterschafe oft drei, vier oder sogar fünf Lämmer gleichzeitig haben.

Zu Gast war auch Barbara Wunsch von der Spinnstube Bayreuther Land. Mit Mitgliedern der Ahorner Spinngruppe präsentierte sie ein Programm rund um das Thema Wollgewinnung und -verarbeitung. Zuerst müsse die Wolle gewaschen, dann gezupft und gekämmt werden, ehe man mit dem Spinnen beginnen könne, erklärte Barbara Wunsch.

„Lust auf Lamm“ sollten die Gäste des Schaffestes bei Alke Hüttner aus Bubenreuth bekommen. Wie viele Nutztierrassen sei auch das Fuchsschaf ein Allrounder und liefere gleichermaßen Fleisch, Wolle und Fell von hoher Qualität, betonte sie.

Ein besonderer Anziehungspunkt war das Schauhüten. Herbert Sehner und Lisa Zappe demonstrierten auf der großen Wiese, wie ihre Border Collies eine kleine Schafherde durch die Slalomstangen und auch durch einen Trichter führten. Die Pfiffe und Kommandos waren für die vielen Gäste kaum wahrzunehmen, aber die Hütehunde wussten sofort, was ihre Aufgabe war. Züchterin Lisa Zappe bewies bei der Vorführung, zu welch beeindruckenden Leistungen ihre Vierbeiner fähig sind und wie präzise sie den Kommandos ihrer Halterin folgen. Spezialitäten wie Lammbratwürste und Lamm-Bohnen-Eintopf rundeten das Schaffest ab.

 

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