Mitwitz Ein Markt für den Markt

Maria Löffler

In Mitwitz lässt sich jetzt regional einkaufen. An jedem zweiten und vierten Donnerstag im Monat gibt’s Fisch, Eier, Nudeln und Fleisch. Und vielleicht auch bald Gemüse.

Bürgermeister Oliver Plewa führte sein Einkaufsbummel mit Organisatorin Claudia Schwemmlein auch zum Stand mit Imkereiprodukten. Foto: /Maria Löffler

Mitwitz - Eine Marktgemeinde ohne Markt, das geht in Mitwitz gar nicht. Bürgermeister Oliver Plewa stellte fest: „Der Markt Mitwitz braucht einen Markt.“ Und jetzt gibt es einen – und zwar direkt an der Kronacher Straße vor der Arztscheune Rudolph. An der Eröffnung freuten sich nicht nur die Fieranten, die gute Geschäfte machten, sondern auch der Bürgermeister und die Organisatorin Claudia Schwemmlein. Und die drückte es vorsichtig optimistisch aus: „Ja, wir sind zufrieden.“

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Spaziert man über den Markt, dann empfängt den Besucher nicht nur eine Vielzahl an Gerüchen, die Lust auf den Genuss machen, sondern auch eine wohl überlegte Auswahl an Produkten. Hier verbindet man das, was aus einer Honigwabe kommt, mit Fertiggerichten aus dem Weckglas, oder einen Eiskaffee mit Eiern von glücklichen Hühnern. Die Besucher wussten es am ersten Verkaufstag zu schätzen. Christopher, ein junger Mann aus der Marktgemeinde, der mit seiner Freundin und einem Weidenkorb gekommen ist, lobt die gute Qualität zu fairen Preisen. „Wir kaufen jetzt bewusster ein, achten mehr auf das, was wir kaufen und wo wir es kaufen. Und wir wollen damit auch das Tierwohl im Auge behalten und den örtlichen Einzelhandel stärken.“

Und genau diese Argumente nutzt auch Bürgermeister Oliver Plewa, der den Dorfmarkt als Treffpunkt sieht. Auch ihm liege die Stärkung der regionalen Produzenten und der Direktvermarkter am Herzen und das solle auch die Auswahl an Fieranten widerspiegeln. Sie kommen zum Beispiel aus Schwärdorf, Wilhelmsthal, Schney oder Sülzfeld. Ergänzt werden soll das derzeitige Angebot unter anderem noch durch einen Gemüsehändler. „Wer Interesse hat, der kann sich gerne bei uns melden,“ wirbt Organistorin Claudia Schwemmlein.

Hier sieht auch der Rathauschef Potenzial, das man ausschöpfen könne. „Wir mussten unser Angebot jetzt während der Pandemie leider auf Lebensmittel beschränken, aber das muss nicht so bleiben.“ Claudia Schwemmlein als Organisatorin schwärmt auf jeden Fall schon mal im Voraus und spricht von „Besonderheiten“ und von „etwas Ausgefallenem.“ Damit will sie auf jeden Fall neugierig machen auf den Dorfmarkt. „Wir sind komplett offen. Wird er gut angenommen, dann erweitern und ergänzen das Angebot und wir werden ihn fest ins Ortsgeschehen einbinden.“

Der „Testballon,“ wie Plewa den Auftakt nannte, sei jedenfalls schon mal ein guter Start für Fisch, Eier, Nudeln, Fleisch, Wurst, Imkerprodukten und Co. gewesen. Und eben für Fertiggerichte im Weckglas, die vom Schwein übers Geflügel bis hin zu Pfannengerichten, Soßen und Suppen und Gemüse und Beilagen reichen. Sie kommen vom Direktvermarkter Bernd Eyermann aus Sülzfeld. „Wir sind sehr positiv überrascht, wie viele Besucher schon am ersten Tag gekommen sind. Gerne sind wir auch beim nächsten Mal wieder dabei.“ Und da sollen noch mehr Anbieter die Kunden locken. Claudia Schwemmlein: „Es wird Käse geben und Gewürze.“

Der Mitwitzer Dorfmarkt findet regulär an jedem zweiten und vierten Donnerstag im Monat von 14 bis 18 Uhr direkt an der Kronacher Straße statt. Es gibt dort vor allem regionale und saisonale Produkte, darunter Fleisch und Wurst, Fisch, Eier, Imkerprodukte, Käse, Gemüse und Bauernhofeis.