Mitwitz Metallsonden schlagen Alarm

Rainer Glissnik

Liegen an der Föritz noch Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg? Oder ist es nur Müll? In Mitwitz muss man nun warten, welche Schritte die zuständigen Behörden einleiten werden.

Wird sich der Ausbau der Föritz im Zuge des Bauvorhabens „Neugestaltung südwestlicher Ortseingang“ verzögern? Fachbehörden überlegen, ob in diesem Bereich noch Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden liegen könnten. Foto: Rainer Glissnik

Eigentlich hätte es eine durchaus erfreuliche Sitzung des Mitwitzer Bau- und Umweltausschusses werden können: Schließlich stellte man einstimmig die Weichen dafür, eine Streuobstwiese zwischen dem Neubaugebiet „Herrschaftsstücke II“ und Neundorf für Jung und Alt aufzuwerten. So beschloss man etwa, Informationstafeln aufzustellen, die die dortigen ökologischen Maßnahmen erklären. Dazu sollen noch Figuren kommen, wie sie Holzbildhauer Silvio Ukat schon für den Bereich des Wasserschlosses geschaffen hat. Konkret sollen es eine große, von Kindern bespielbare Zauneidechse und eine Skulptur mit zwei Rebhühnern werden. Den Antrag für die Aufwertung des Areals hatte ursprünglich die SPD-Fraktion gestellt.

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Müll oder Munition

Anderseits beschäftigte sich der Bauausschuss in der jüngsten Sitzung aber auch mit einer Frage, die durchaus den Zeitplan des ökologischen Ausbaus der Föritz durcheinanderwirbeln könnte und die Mitwitzer Räte durchaus in Sorge versetzt: Am südwestlichen Ortseingang, den man im Zuge der Maßnahme neu gestaltet, hatten zuletzt mehrfach Metallsuchsonden Alarm geschlagen. Die zuständigen Behörden könnten nicht ausschließen, dass noch Kampfmittel aus dem Zweiten Weltkrieg im Boden lägen, hieß es. Möglich sei, dass es sich dabei auch „nur“ um eingelagerten Müll der letzten Jahrzehnte handele. Eventuell sei hier eine weitere Untersuchung notwendig. Noch sei nicht klar, wie sich die zuständigen Behörden entscheiden.

Übergelaufener Abwasserkanal

Gute Nachrichten gab es indes in Sachen Wasserleitung, die von Mostholz in Richtung Bächlein verlegt wurde. Die Maßnahme bleibe im geplanten Kostenrahmen und werde sogar früher fertig, freute sich Bürgermeister Oliver Plewa. Die Großheirather Tiefbaufirma Hauck half der Marktgemeinde Mitwitz nun auch bei einem überlaufenden Abwasserkanal nach einem Starkregen an der Mitwitzer Kirchweih. Damals lief Abwasser in umliegende Keller. In der Trockenperiode war wohl ein Kanalbereich zusammengebrochen, was erst beim Starkregen auffiel. Wegen der Gefahr wurde die Sanierungsmaßnahme sofort vergeben. Die Tiefbaufirma Hauck sorgte für die schnellstmögliche Reparatur, das Ganze kostet 49 246 Euro. Der Auftrag wurde aufgrund der Dringlichkeit sogleich vergeben und jetzt von den Bauausschussmitgliedern gebilligt.

Noch mehr Probleme

Im Zuge dieses Vorfalls wurden auch umgebende Kanäle kontrolliert. Dabei zeigten sich weitere Probleme, etwa in der Sudetenstraße. Weitere Untersuchungen können noch mehr Probleme zutage bringen. Nötige Arbeiten sollen vergeben werden.

Eine Arbeitsgruppe zur Krisenprävention wird von Stefan Hagen geleitet. Hier geht es darum, für Notfälle gerüstet zu sein. Die Anschaffung eines Notstromaggregats soll in der nächsten Marktgemeinderatssitzung besprochen werden, wenn Angebote vorliegen.

Die Aufwertung der Kneippanlage in Lochleiten ist weitgehend fertiggestellt. Es fehle nur noch die Bepflanzung.

Neue Spielgeräte

In Leutendorf seien die neuen Spielgeräte auf dem Spielplatz eingebaut. In der Kronacher Straße 3 haben die Putzarbeiten durch die Firma Götz begonnen. Der Bauantrag für die Errichtung einer Einfriedung aus Kunststoff beim Anwesen Professor-Bauer-Straße 18 wurde einstimmig abgelehnt, weil er zu sehr vom Bebauungsplan abweicht. Bürgermeister Oliver Plewa bot an, gemeinsam nach einer Lösung zu suchen. Anders sah es bei einem ähnlichen Bauantrag für eine Einfriedung des Grundstücks Professor-Bauer-Straße 16A aus: Hier ging es um eine Holzeinzäunung, die dem Bebauungsplan entspricht.

Beschlossen wurde zudem die Anschaffung eines digitalen Katasters für die Wasserleitungen für 13 842 Euro und für die Kanalisation für 16 269 Euro.