Die Maßnahme ist umstritten. Der Vorsitzende der Monopolkommission, Tomaso Duso kritisierte, dass man aus dem letzten Tankrabatt "nichts gelernt" habe. "Schon damals kam nicht die gesamte Steuersenkung an der Zapfsäule an. Trotzdem geben Bund und Länder erneut rund 2,5 Milliarden Euro Steuergelder aus, ohne dass das Geld gezielt bei denen landet, die es am nötigsten brauchen. Wer viel tankt und ein großes Auto fährt, bekommt am meisten." Statt an der Zapfsäule zu experimentieren, sollte die Bundesregierung direkte Zahlungen an einkommensschwache Haushalte und kleine Betriebe vorbereiten.
Auch der Chef des Ifo-Instituts in München, Clemens Fuest, sagte auf Anfrage, der Tankrabatt sei nicht die richtige Antwort. Unter den profitierenden Vielfahrern mit großen Autos seien "viele, die sich die hohen Preise leisten können und bei denen es nicht zu rechtfertigen ist, dass zu ihren Gunsten Lasten umverteilt werden."
Die Mineralölwirtschaft widerspricht dem Vorwurf, dass der Nachlass nicht komplett ankomme. Befürworter des Rabatts verweisen unter anderem darauf, dass es aktuell kein besseres Mittel gebe, um Autofahrer zu entlasten.