Die Stadt Coburg gehört zu den elf bayerischen Kommunen, die vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr in das neue Modellprojekt „Landstadt Bestand“ aufgenommen wurden. Das teilte die Pressestelle des Rathauses mit.
Nachhaltiger, lebenswerter und zukunftsfähiger soll das Viertel am Heimatring werden. Der Freistaat steuert Fördermittel bei.
Die Stadt Coburg gehört zu den elf bayerischen Kommunen, die vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr in das neue Modellprojekt „Landstadt Bestand“ aufgenommen wurden. Das teilte die Pressestelle des Rathauses mit.
Nach der Werbung weiterlesen
Ziel des Projekts ist es demnach, bestehende Stadt- und Ortsquartiere nachhaltiger, lebenswerter und zukunftsfähiger zu gestalten – durch energetische Sanierung, neue Mobilitätskonzepte und aktive Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger. Für die Stadt Coburg war 2. Bürgermeister Hans-Herbert Hartan bei der Auftaktveranstaltung in München dabei.
Die teilnehmenden Kommunen – darunter auch München, Ingolstadt und Fraunberg – erhalten Fördermittel von bis zu 80 Prozent der förderfähigen Kosten. Coburg nutze die Chance, um das Quartier Demo am Heimatring in den kommenden drei Jahren zu einem Modellstandort für klimagerechte und soziale Stadtentwicklung weiterzuentwickeln. Was in den 1960er-Jahren als Demonstrativbauvorhaben begann, soll nun zur „DEMO.Zukunft“ werden – einem Quartier, das zeigt, wie die drei Säulen der Nachhaltigkeit – Ökologie, Ökonomie und Soziales – miteinander verknüpft werden können.
„Wir wollen in Coburg exemplarisch zeigen, wie Klimaschutz, Energiewende und soziale Verträglichkeit zusammen gedacht und praktisch umgesetzt werden können“, erklärt Oberbürgermeister Dominik Sauerteig. „Gerade im Bestand steckt enormes Potenzial für eine zukunftsorientierte Entwicklung – wenn wir es gemeinsam mit den Menschen vor Ort gestalten“, ergänzt Kirsten Köhn, Leiterin der Stabsstelle Klimaschutz und Nachhaltigkeit.
Coburg setze auf einen kooperativen Entwicklungsprozess, heißt es in der Mitteilung. Die Menschen im Quartier, lokale Akteure und bestehende Strukturen wie der neue Bürgerverein und das städtische Quartiersbüro würden von Anfang an eingebunden. Ziel sei es, tragfähige Lösungen zu entwickeln, die ökologisch sinnvoll, sozial gerecht und im Alltag umsetzbar sind.
Mit sogenannten Reallaboren sollen neue Ansätze direkt im Quartier ausprobiert werden – etwa die gemeinschaftliche Nutzung einer solidarischen PV-Anlage oder digitale Tools, die den Alltag erleichtern und das Miteinander stärken. Die Hochschule Coburg begleitet das Projekt wissenschaftlich und sorgt für eine praxisnahe Weiterentwicklung der Konzepte.
Parallel dazu werde im Rahmen eines städtebaulichen Wettbewerbs der südliche Teil des Quartiers – rund um Schule, Kita, Kirche und die ehemalige Tankstelle – als lebendige Mitte für alle Generationen neu gedacht.