Ayoub K., der am Pfingstsonntag 2021 eine Frau und ihre kleine Tochter in einem Asylbewerberheim in Kronach erstochen haben soll, sitzt am Dienstag, dem zweiten Verhandlungstag im Mordprozess gegen ihn, wie ein Häufchen Elend auf der Anklagebank. Den wegen seiner Brandverletzungen bandagierten Kopf hält der Marokkaner den ganzen Tag über gesenkt, wirkt auch in den Sitzungspausen in sich gekehrt; sein Blick ist leer. Fragen von Richterin Jana Huber beantwortet der 35-Jährige, der anerkannter Asylbewerber ist, mit leiser Stimme in seiner Landessprache.