Nach dem illegalen Transport von rund 470 Tonnen Schrott hauptsächlich aus abgebauten Windkraftanlagen nach Tschechien droht dem Freistaat möglicherweise ein Millionenschaden. Grund dafür ist, dass die für die Ablagerung des Mülls an zwei Standorten im Nachbarland verantwortliche Entsorgungsfirma aus der Oberpfalz Insolvenz angemeldet hat. Nach Angaben eines Sprechers des Umweltministeriums im Umweltausschuss des Landtags ist deshalb offen, ob das Unternehmen die überwiegend aus Verbundstoffen und Elektronikschrott bestehenden Abfälle – wie von der Regierung der Oberpfalz angeordnet – auf eigene Kosten zurück nach Bayern bringen wird. Sollte dies nicht der Fall sein, müsste der Freistaat „in Ersatzvornahme“ einspringen und sich um die rechtskonforme Entsorgung kümmern. „Aus der Erfahrung mit solchen Fällen ist nicht auszuschließen, dass die Kosten dafür am Ende der Steuerzahler übernehmen muss“, sagte der zuständige Beamte. Zahlen nannte er nicht.