Nicht nur Liebe geht durch den Magen, sondern auch das Verständnis für unterschiedliche Kulturen. Gemeinsames Essen verbindet Menschen. Außerdem hilft es dabei, sich in einem fremden Land schneller zu integrieren und eine neue Sprache zu lernen. Daher geht es beim Mundart-Projekt Coburg in erster Linie auch nicht um die Speisen, die von 16 Männern und Frauen aus Syrien, Afghanistan und Eritrea gekocht wurden. „Das leckere Essen ist eher ein positiver Nebeneffekt“, erklärt Doris Petersen, die das Projekt als Kommunikationstrainerin begleitet. „Das Mundart-Projekt ist eigentlich ein spezielles Sprachcoaching, das den Teilnehmern helfen soll, die deutsche Sprache leichter zu erlernen. Unser Ziel ist es, gemeinsam innerhalb von neun Monaten eine Arbeitsstelle für die Teilnehmer zu finden.“ Eigentlich wird von der Projektgruppe in der Regel ein gemeinsames Theaterstück erarbeitet. Doch durch die Corona-Pandemie ist aus einem gemeinsamen Theaterstück nichts geworden. Stattdessen haben die 16 Absolventen ein gemeinsames Filmprojekt auf die Beine gestellt mit dem Titel: „Safranreis und Fladenbrot – arabische & persische Küche, oder was?!“
Mund Art Coburg Wenn Kochen zum Türöffner wird
Lukas Schäfer 10.06.2022 - 16:26 Uhr